Rumänische Prosa der Erinnerung aus zwei Jahrhunderten

Rumänische Prosa der Erinnerung aus zwei Jahrhunderten

am Freitag, den 16. März 2018
um 19.00 Uhr

Geisteswissenschaftliches Zentrum (GWZ) der Universität Leipzig
Beethovenstraße 15, 04107 Leipzig
Haus 1; 3. Etage ; Raum 1 3.16
Das Gebäude befindet sich gegenüber der "Bibliotheca Albertina".
Straßenbahn (Linien 2, 8, 9, 14) oder Bus (Linie 89) via Haltestelle "Neues Rathaus" (von dort 5 min Fußweg); Straßenbahn (Linie 10, 11) via Haltestelle "Münzgasse" (von dort 7 min Fußweg).

Vergessene Literatur aus der Frühzeit Rumäniens – 19. Jahrhundert; Zwischen Verzweiflung und Hoffnung – 20. Jahrhundert. Die Veranstaltung findet auf Deutsch und auf Rumänisch mit deutscher Übersetzung statt. In Kooperation mit KLAK Verlag und Anthea Verlag

Teil  I:

Vergessene Literatur aus der Frühzeit Rumäniens – 19. Jahrhundert

 

Marco Brociner (1852–1942) – „Die Liebesabenteuer des Herrn Bobrica“
Marco Brociner war ein jüdisch-rumänischer Schriftsteller, der mit seiner satirischen Textsammlung einer deutschen Leserschaft die rumänische Kultur nahebringen wollte.

Adelheid Bandau (vermutlich 1820 – 1895) – „Geschichten aus Rumänien
Die heute unbekannte Ordensschwester und Autorin Adelheid Bandau beschreibt die Stadt Bukarest, das bunte Treiben des Jahrmarkts, die religiösen Orte und Feste, die Riten und Untiefen des Alltags. Sie endet mit der feierlichen Königskrönung des rumänischen Herrscherpaares im Mai 1881.

Königin Carmen Sylva (1843 – 1916) – „Prosa des Lebens“
Elisabeth zu Wied (1843–1916), Königin von Rumänien zwischen 1881 und 1914, schrieb unter dem Pseudonym Carmen Sylva vor allem Gedichte, aber auch Prosatexte und Dramatisches und wurde in ihrer Zeit als bedeutende Schriftstellerin gefeiert.

Es präsentiert der Ästhetiker und Literaturarchäologe Dr. phil. Martin A. Völker, M.A.

 

Teil II:

Zwischen Verzweiflung und Hoffnung – 20. Jahrhundert

 

Eva Filip „Nichtschweigen. Im rumänischen Gulag“ – Rumänien 1956. Ein Roman von einer ganzen Generation in den schlimmsten Jahren der rumänischen Diktatur.
Eva Filip, 1957 geboren, Germanistin und Romanistin, erhielt für die Erzählung Die Quelle der Wahrheit 2004 den Ersten Preis der Stiftung Ostdeutscher Kulturrat. Sie veröffentlichte das Heimatbuch Sentlein, sowie Gedichte und Reportagen. Das Buch Nichtschweigen. Im rumänischen Gulag ist ihr erster Roman.

Doina Ruşti „Das Phantom in der Mühle“ – Eine Biografie Rumäniens im 20. Jahrhundert und  das Gleichnis des Kommunismus.
Doina Ruşti, geboren 1957, ist Drehbuchautorin, Filmregisseurin und Universitätsdozentin an der Nationaluniversität der Theater­ und Filmkunst Bukarest. Ihre zahlreichen Romane zeichnen sich durch ungewöhnliche Thematik und literarische Meisterschaft aus und wurden in mehrere Sprachen übersetzt.

Gabriela Adameșteanu „Die romantischen Jahre“ – Rumänien nach 1990, auf dem schwierigen Weg zur Demokratie.
Gabriela Adameșteanu ist Prosaautorin, Journalistin und Literaturwissenschaftlerin. Sie ist Trägerin des Ordens „Chevalier de l’Ordre des Arts et des Lettres“. Ihre Romane wurden mit zahlreichen Auszeichnungen geehrt und in 16 Sprachen übersetzt.

Es moderiert der Historiker und Autor Jörg Becken, Leiter des KLAK-Verlages