Genug geredet, jetzt wird erzählt

Genug geredet, jetzt wird erzählt

Samstag, 17. März, 19.00 – 23.00 Uhr, Schauspielhaus Leipzig, Bosestr. 1
Gastgeber: Dana Grigorcea, Alexandru Bulucz
Sașa-Liviu Stoianovici und die Band „Balkan Taksim“
Veranstalter: Kulturministerium Rumänien, Leipziger Buchmesse, Schauspielhaus Leipzig, Rumänisches Kulturinstitut Berlin, Goethe-Institut Bukarest

Das Schwerpunktland der Leipziger Buchmesse wird zweieinhalb Stunden von einigen der gegenwärtig bedeutendsten Schriftstellerinnen und Schriftstellern literarisch vertreten, die aus ihren Werken lesen. Der literarische Abend wird musikalisch umrahmt von der Band Balkan Taksim aus Bukarest mit einem Mix aus Folklore, Rock und elektronischer Musik. Zum Schluss laden die Musiker das Publikum zu einer „Hot Dance Party” ein.

Sașa-Liviu Stoianovici stellt in seiner Arbeit Querverbindungen zwischen den visuellen Künsten und der Musik her.

Er trat mit Konzerten und Performances bei Festivals wie AvantgardeFestival Schiphorst, Balkanik Festival und Yakasha auf und beteiligte sich an Ausstellungen wie In The Light of Utopia, ICR London, 2011, und  Das Absurde in den visuelle Künsten – Hommage à Eugène Ionesco, ICR Budapest, 2009.

Sașa-Liviu Stoianovici greift in seiner künstlerischen Arbeit auf diverse Medien und Gegenstände zurück: Klang, Video, traditionelle Musikinstrumente, Holz, Käse, Polenta, Elemente tierischen Ursprungs. Seine Installationen thematisieren Interferenzen zwischen althergebrachten Gegenständen aus dem bäuerlichen Haushalt und den neuen Technologien. Der Künstler sammelt Folklore und erforscht die Musik und die traditionellen Handwerke, die dem Untergang geweiht sind. Auf der stetigen Suche nach der Bedeutung tagtäglicher, seit Generationen routinierter Gesten mixt Stoianovici beispielsweise Polenta mit Klängen.

Mit seiner Band Balkan Taksim lässt Stoianovici in einer explosiven Mischung von unterschiedlichen Einflüssen und Instrumenten Folklore vom Balkan und aus der rumänischen Karpatenregion neu aufleben. Tanzstücke aus der Moldau, aromunische Lieder, Aufzeichnungen von der Feldforschung und klangliches Ambiente werden im zeitgenössischem Umfeld neuinterpretiert – dabei kommt eine Fusion von Folklore, elektronischer Musik und Rock heraus.

Die verwendeten traditionellen Musikinstrumente stammen aus Rumänien und vom Balkan sowie aus der Türkei: Kobsa und Dudelsack (Rumänien), Gusla (Serbien), Saz, Darbuka und Bendir (Türkei) u.a.m.

Balkan Taksim ist öfter auf Konzerten als in Studios anzutreffen – die Band setzt ausdrücklich auf  unmittelbares Auftreten und Nähe zum Publikum.

Weitere Bandmitglieder:

 Cosmo, Schlagzeuger. Sein Interesse gilt den türkischen Perkussionsinstrumenten, sein Interpretationsstil ist von türkischen Meistern und von Stadtmusikanten aus Rumänien und Bulgarien inspiriert.

Cosmin Postolache hat eine akademische Musikausbildung. Harmoniker, Arrangeur und – in der Freizeit – Literaturübersetzer. Ungezwungener und wechselseitiger Umgang mit unterschiedlichen Quellen, mit Übergängen von Pop bis zu Neuer Musik und Improvisation. In Rumänien stand Postolache vorübergehend den Komponisten von Spektralmusik nahe, seine vielfältigen Inspirationsquellen münden in eine spielerische Auseinandersetzung mit rumänischer und balkanischer Folklore.

https://soundcloud.com/user-368013623

https://www.facebook.com/BalkanTaksim/